Sep 2017
28

Kreuzfahrt 34 „Metropolen Tour“ mit AIDA prima

Kreuzfahrt 34 auf AIDA prima – Metropolen Tour “Sommerferien” – September 2017

Schiff: AIDA prima mit Kapitän Massimo Garbarino – Kabine: 12319

AIDA prima im Hamburger Hafen

1. Tag, Samstag 16.09.2017: Anreise Hamburg, Deutschland “Spontan haben wir vor zwei Wochen beschlossen, uns wegen der bevorstehenden längeren “Babyauszeit” mit einer Tour auf AIDA prima von der Kreuzfahrtsaison zu verabschieden. Zu dritt starten wir die Anreise von Berlin aus mit dem PKW und erreichen den Parkplatz vom Cruise Terminal Steinwerder gegen 12 Uhr. Nach einem reibungslosen Checkin sitzen wir schon kurz nach 13 Uhr im Restaurant Fuego auf Deck14 und genießen ein leckeres Mittagessen. Wir erkunden entspannt das Schiff und bereiten uns auf die obligatorische Seenotrettungsübung vor, die 17 Uhr beginnt. Zum Glück können wir diese wichtige Pflichtveranstaltung auf der Aida Plaza zwischen Deck6 und 7 im Sitzen verbringen, bevor wir in den “offiziellen” Urlaub starten. Dieser beginnt dann um 18 Uhr im Organic Spa auf Deck8 mit einem Clubtreffen. Eine tolle Location mit schönem Außenbereich, den wir nutzen, um die Ausfahrt aus dem Hamburger Hafen mitzuerleben. Am Cruiseterminal Altona liegt AIDA cara und beim Vorbeifahren wird natürlich begeistert gewunken und beide Kreuzfahrtschiffe lassen ihre Schiffshörner erklingen. Wir haben genug frische Luft und kühlen Sekt genossen und machen uns auf den Weg ins Brauhaus zum Abendessen. Danach geht’s in den Beach Club, der mit Musik und guter Laune zur obligatorischen Willkommensparty lädt. So lassen wir den Anreisetag ausklingen und fallen zufrieden in unsere Kojen…”

AIDA cara beim Auslaufen aus Hamburg

2. Tag, Sonntag 17.09.2017: Erster Seetag auf dem Weg nach Southampton, England “Da haben wir doch gestern vergessen, unsere Uhren eine Stunde zurückzustellen und wundern uns, dass unsere Frühstückslocation noch geschlossen hat. Zum Glück ist ja das Fuego Restaurant schon geöffnet und wir überbrücken die Zeit bis um 8 Uhr und starten dann im French Kiss mit einem zweiten Frühstück in den Seetag.

Blick auf den Bug

Das Wetter bietet den ganzen Tag über Sonnenschein und Wolken im Wechsel, so dass herrliche Aufnahmen von den Außenbereichen an Bord gemacht werden können. Die Animationen vom Kids Club sind gut über den Tag verteilt und kommen bei unserer Kleinen gut an. Neben der AIDA Lounge hat für alle Vielfahrer auch die SPRAY Bar geöffnet und wir genießen die beiden Locations zwischendurch. Bei herrlichem Sonnenschein macht so auch der Besuch am Bug viel Spaß. Am Abend geht’s zum Dinner ins French Kiss und danach schauen wir uns im Theatrium die Show ‘Absolutly Everybody’ an, eine echte Stimmungsshow mit dem Showensemble und Britpop-Klassikern. Ein schöner Abschluss des Tages, denn bei den letzten Hits ist unsere Kleine entspannt eingeschlafen…”

In der Spray Bar

3. Tag, Montag 18.09.2017: Southampton, England “Einige Infos zur heutigen Destination: Southampton ist die wichtigste Hafenstadt Englands und erstreckt sich auf einer Fläche von fast 50 Quadratkilometern an der Südküste der britischen Insel am Zusammenfluss von Test und Itchen. Die Industrie- und Universitätsstadt breitet sich auf einer Halbinsel aus und gehört zum County Hampshire. In der Metropole leben etwa 221.000 Menschen. Die günstige Lage am Southampton Water hatten nicht nur die Römer erkannt. Von hier aus brachen auch die Pilgerväter mit der „Mayflower“ 1620 in die neue Welt auf, und in Southampton begann die „Titanic“ im Jahre 1912 ihre tragisch endende Jungfernfahrt. Der Hafen spielt auch heute noch eine übergeordnete Rolle im täglichen Leben der Stadt. Die Docks und Werften sind seit jeher eine der Haupteinnahmequellen. So sorgten die berühmten Reedereien White Star Line und Cunard für volle Auftragsbücher. Daher lohnt ein Besuch im kleinen, aber interessanten Sea City Museum, wo die Entwicklung des Hafens im 19. Jahrhundert sowie die Glanzzeit der Luxusliner in den 1930er Jahren dokumentiert werden. Eine Sonderausstellung widmet sich der Titanic-Katastrophe. Unter anderem kann man verschiedene Zeitungsberichte aus jenen Tagen nachlesen. Gezeigt werden aber auch Modelle moderner Dockanlagen.

Im Hafen von Southampton

Hinauf in ein anderes Element, nämlich in die Luft, geht es in der Hall of Aviation. In diesem Luftfahrtmuseum wird die Geschichte der örtlichen Fliegerei erzählt, in der natürlich auch die berühmte Spitfire ihren festen Platz hat. Schließlich ist der Konstrukteur dieses einsitzigen Abfangjägers, R. J. Mitchell, ein waschechter Southamptoner. Dennoch wurde die Altstadt bei Bombardierungen während des Zweiten Weltkrieges nahezu völlig zerstört. Anschließend musste der Wiederaufbau schnell gehen, so dass die Stadt kaum architektonische Highlights zu bieten hat. Aber die Geschichte der Hafenstadt ist nicht ganz verloren gegangen. So lassen sich auf einer Strecke von rund 2,4 Kilometern Überreste der einstigen Stadtmauer erwandern. Nachdem die Menschen im 13. Jahrhundert der Überfälle der Franzosen überdrüssig waren, errichteten sie diesen Schutzwall. Erhalten geblieben ist auch das Bargate, das nördliche Stadttor. Ältestes Gebäude Southamptons ist jedoch die St. Michael’s-Kirche, erbaut um 1017, mit normannischen Relikten und einem Taufbecken aus französischem Tournai-Marmor. Eine wahre Rarität im europäischen Raum ist das Medieval Merchant House aus dem Jahre 1290. Denn aus dem Spätmittelalter gibt es nur sehr wenige erhaltene Fachwerkbauten. Das Kaufmannshaus in Southampton hat indes sogar die Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges überstanden. Die Inneneinrichtung entspricht mit den bunten Möbeln und den Wandbespannungen dem Stil des 13. Jahrhunderts. Hier wird das alltägliche Leben einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie im Spätmittelalter dargestellt. Ein bisschen „moderner“ wird es im Tudor House. Dieses Fachwerkgebäude stammt noch aus dem Jahre 1495 und präsentiert in seinen Innenräumen verschiedene Stilrichtungen des 16. bis 19. Jahrhunderts. Anhand originaler Gegenstände werden das häusliche und soziale Leben einer Familie in viktorianischer Zeit dargestellt. Einen Blick wert ist auch der nach historischen Mustern angelegte Kräutergarten. Wem der Sinn nach Kunstgenuss steht, der ist in der City Art Gallery gut aufgehoben, sie zählt zu den bedeutendsten Kunstgalerien Südenglands und zeigt Werke moderner Maler und englischer Klassiker wie Gainsborough und Reynolds. Wir starten gegen 10 Uhr nach dem Frühstück und dem Face-Check an der Gangway per Shuttlebus ins Stadtzentrum und durchwandern bis 14 Uhr bei schönem Wetter Southampton. Im Park gibt’s sogar einen Spielplatz und so ist auch unsere Kleine mit dem Ausflug zufrieden. Am Abend sorgt die Artistenshow für Begeisterung und wir machen nochmal einen Abstecher in die Spray Bar.”

Titanic Denkmal im Park Southampton

4. Tag, Dienstag 19.09.2017: Le Havre, Frankreich “Interessante Infos: Le Havre wurde 1517 von François I., einem Zeitgenossen Heinrichs des VIII., auf dem rechten Ufer der Seinemündung gegründet. Zunächst hieß die Siedlung Francispolis, Stadt von François, aber schon bald wurde sie in Le Havre (der Hafen) umbenannt. Ähnlich wie in Harfleur im Norden und Honfleur im Süden versandete die Hafenöffnung auch hier regelmäßig, und so wurde 1523 ein Durchgang nach Westen zum Ärmelkanal hin geschaffen. Le Havre gewann im 18. Jahrhundert an internationaler Bedeutung, als die Franzosen während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges jede Gelegenheit nutzten, um dem Erzfeind England zu schaden und die von den Briten verhängte Blockade der Neuen Welt zu umgehen. Tabak, Kaffee, Zucker und besonders Baumwolle wurden quer über den Atlantik nach Le Havre gebracht und von dort auf den gesamten europäischen Kontinent weiter verteilt, was sehr zum anwachsenden Wohlstand der Hafenstadt beitrug. Im folgenden Jahrhundert war Le Havre aus einem weniger streitsüchtigen Grund eine Berühmtheit. Die großen Passagierschiffe – wie die „Normandie“ und die „Ile de France“ kreuzten von hier aus den Atlantik, der internationale Handel und das Bankwesen besaßen Zentren in Le Havre. Doch der Glanz und Reichtum vergangener Tage war während des Zweiten Weltkrieges bald vergessen, als 70 Prozent der Stadt von den Bomben der Alliierten dem Erdboden gleich gemacht wurden, um die Deutschen zur Aufgabe des wichtigen Hafenstützpunktes am Atlantik zu zwingen. Von allen französischen Städten wurde Le Havre am schlimmsten getroffen. Allein vom 5. bis zum 13. September 1944 wurden 140 Luftangriffe auf die Stadt geflogen. Als die Deutschen schließlich flohen, sprengten sie die noch verbliebenen Hafenanlagen in die Luft. Es dauerte noch weitere zwei Jahre, bis die Trümmer beseitigt waren und mit dem Wiederaufbau Le Havres begonnen werden konnte. Die Federführung bei der Gestaltung des neuen Le Havre hatte Auguste Perret, der die Stadt in einer modernen Betonarchitektursprache wieder aufbaute. Das Rathaus und die Kirche St. Josef wurden nach seinen eigenen Plänen gebaut. Der das Stadbild beherrschende Kirchtum, durchaus in der Tradition der Beinhäuser des 1. Weltkriegs, erinnert an die Zerstörung. Durch den Wandel der Industrie, insbesondere auch durch die Ölkrise der 70er Jahre, hat die Stadt einige wirtschaftliche Schwierigkeiten mitgemacht, wodurch die Bevölkerung seit 1975 um 12 Prozent zurückgegangen ist. Im Juli 2005 wurde die Stadt in die Liste des UNESCO-Kulturerbes aufgenommen.

Kunst in LeHavre

Zum Wiederaufbau von Le Havre verwendete Auguste Perret hauptsächlich sein Lieblingsmaterial Beton, das zwar sehr widerstandsfähig aber ansonsten recht langweilig ist. Der Grundriss der Stadt ist sehr großzügig gestaltet – mit breiten Boulevards und weiträumig angelegten Plätzen. Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut, die wenigen Kirchen und Relikte, die den Krieg überlebt hatten, in den Grundriss der neuen City zu integrieren. Die Skyline ist niedrig und durch endlose Häuserblocks bestimmt, was jedoch auch Vorteile hat, denn das Meer ist von fast jeder Straße aus zu sehen. Im Zentrum befindet sich der Rathausplatz, Place de l‘Hôtel-de-Ville, ein riesiges Areal mit einem schönen Stadtgarten, in dem das Widerstands-Denkmal, die Touristen-Information und natürlich das Rathaus zu finden sind. Der Platz vermittelt einen recht modernen Eindruck, da die Gebäude kaum Zeit hatten, so etwas wie Patina anzusetzen, doch seine Größe und die vielen Blumen, Bäume und Brunnen geben ihm einen eigenständigen Charakter. In Richtung Süden führt die Rue de Paris mit ihren edlen Geschäften; die Avenue Foch verläuft westwärts Richtung Meer und Strand. Das Musée de L‘Ancien Havre ist in einem Haus aus dem 17. Jahrhundert untergebracht, das einst dem Seefahrer und Reeder Dubocage de Bléville gehörte, einem Offizier der Kriegsmarine, der die Welt umrundet und den Weg nach China geöffnet hat. An Hand von Modellen, Fotos, Plakaten, Stichen, Werkzeugen und Archivunterlagen kann der Besucher die Entwicklung der Stadt von 1517 bis heute verfolgen, jeder Raum ist einer anderen Epoche gewidmet. Am alten Marktplatz befindet sich im Gerichtsgebäude aus dem 18. Jahrhundert das Naturgeschichtliche Museum von Le Havre. Die Schwerpunkte der Ausstellung gehören in die Bereiche Mineralogie und Ornithologie. In den ehemaligen Lagerhallen Magazins Générau am Quai Frissard stapelten sich ab 1846 die angelieferten Säcke mit Kaffee und Bauwolle. Heute widmen sich an diesem geschichtsträchtigen Ort im Espace Maritime et Portuaire des Docks Vauban Wechselausstellungen der Vergangenheit des Hafens und der Geschichte der Seefahrt. Die Kathedrale Notre Dame wurde offensichtlich aufwendig restauriert, ohne aber den Baustil der Gotik und der Renaissance aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu verändern. Beachtenswert sind die von Kardinal Richelieu gestiftete Orgel und die ionischen Säulen am Nordeingang. Im krassen Kontrast dazu steht die von Perret gebaute St. Josephs-Kirche aus Stahlbeton mit ihrem achteckigen Glockenturm, der sich stolze 92 Meter in den Himmel erhebt. Besonders beeindruckend ist jedoch das Kircheninnere, in dem die von den bunten Glasfenstern gebrochenen Sonnenstrahlen den Altar in ein Lichtermeer tauchen. Auf dem Place Gambetta etwas abseits der Rue de Paris trifft der Besucher auf den nach dem brasilianischen Architekten benannten Komplex Espace Oscar Niemeyer. Das recht „kurvenreich“ gestaltete Kulturzentrum, bekannt als der „Vulkan“, vereint Ausstellungshallen, Kinos und Theater unter einem Dach.

Blick auf den Hafen von LeHavre

Wir erreichen das Zentrum von Le Havre mit dem Shuttlebus und spazieren bei herrlichem Sonnenschein zum Hafen zurück um die Schiffe gegenüber zu fotografieren. Neben AIDA prima liegt noch die MSC Preziosa und die MS Artania im Hafen. Gegen 15 Uhr sind wir zurück an Bord und genießen das schöne Wetter an Deck. Im Beach Club Proben schon die HÖHNER, das wird sicher ein langer Abend heute. Erstmal geht’s aber zur ‘Sternstunde’ dieser Reise ins Buffalo Steak House wo wir ein 3-Gänge-Menü genießen, Filet vom Bison und dazu ein leckeres Craft-Beer – sehr lecker. Im Theatrium steht die Familien Show ‘Fabelhafte Freunde’ auf dem Programm und ab 22:30 Uhr verwandelt sich der Beach Club in eine kleine Konzertarena, die Höhner machen ordentlich Alarm und ihre Hits kommen mega gut an – da sammer dabei…”

Live Auftritt HÖHNER im Beach Club

5. Tag, Mittwoch 20.09.2017: Zeebrügge, Belgien “Heute wieder ein paar Infos: die Entscheidung, an der belgischen Nordseeküste vor Brügge einen neuen Hafen zu bauen, fiel 1895. Grund war die geplante Wiederbelebung der mittelalterlichen Handelsmetropole Brügge, die ihre Bedeutung durch den Niedergang der Tuchindustrie und den direkten Zugang zum Meer durch Versandung verloren hatte. Nach zehnjähriger Bauzeit schlug 1907 die Geburtsstunde der Hafenstadt Zeebrügge (Brügge am Meer), was Brügge prompt neuen Schwung verlieh. Zeebrügge gewann wegen der günstigen Lage an der Nordsee schnell an Bedeutung.

Beim Anlegen an der Pier von Zeebrügge

Brügge war im Mittelalter ein bedeutendes europäisches Handelszentrum. 1409 gab es in Flanderns Metropole die erste Börse der Welt – ausgehend vom Namen der Familie Beurse. Doch all das war nur ein Vorgeschmack auf das Goldene Zeitalter der Stadt, dem 15. Jahrhundert. Die flandrische Tuchindustrie sorgte für unermesslichen Wohlstand in der Stadt. Die Herzöge von Burgund residierten in Brügge, und Maler wie Jan van Eyck und Hans Memling, die „Flämischen Primitiven“, machten Brügge zu einem Zentrum für Kunst und Kultur. Als Maria von Burgund, die letzte Herrscherin des Hauses Burgund, 1482 starb, war es mit dem Luxusleben vorbei. Es begann ein jahrhundertelanger Verfall, der erst Ende des 19. Jahrhunderts gestoppt wurde – unter anderem dank des Hafens in Zeebrügge. Der litt wegen seiner strategischen Bedeutung jedoch stark unter beiden Weltkriegen. Die erfolgreiche Blockade der deutschen U-Boot-Basis durch die britische Marine am 23. April 1918 wird Jahr für Jahr in Zeebrügge als St. George’s Day gefeiert – weil der Tag der Befreiung mit dem Todesdatum des Heiligen Georgs zusammenfiel. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Brügge endlich sein mittelalterliches Erbe pflegen und wurde damit zum Touristenmagneten. Aus dem kleinen Fischereihafen Zeebrügge ist eine wichtige Drehscheibe im internationalen Waren- und Passagierverkehr geworden. Heute ist der Industriehafen einer der modernsten des Kontinents und weltweit führend im Autohandel. Malerisch, mittelalterlich, majestätisch: Brügge ist Flanderns ganzer Stolz und eine der schönsten Städte Europas. In der denkmalgeschützten Altstadt ziehen Wohn- und Geschäftshäuser der betuchten Bürger, zum Himmel strebende gotische Kirchen und kopfsteingepflasterte Straßen alle Besucher in den Bann. Abgerundet wird das einmalige Innenstadt-Ensemble durch idyllisch dahinplätschernde Kanäle, die in Flandern Reien heißen, und den begrünten, alten Stadtwall inklusive vier historischer Stadttore.

Mittelpunkt aber ist der Grote Markt. Der Marktplatz wird bestimmt von der alten Tuchhalle mit dem 83 Meter hohen Belfried. Dieser mittelalterliche Glockenturm, der erst viel später das achteckige Obergeschoss erhielt, ist das Freiheitssymbol Brügges. Eine Wendeltreppe mit 366 Treppenstufen führt hinauf zur Schatzkammer, zum Uhrwerk, einem wohlklingenden Glockenspiel und der Aussichtsplattform. Das ehemalige Gerichtsgebäude im neogotischen Stil war eine Zeitlang Sitz der Provinzregierung. Das Alte Postgebäude mit den roten Backsteinklinkern bildet dazu einen schönen Kontrast. Das Standbild in der Mitte des Platzes zeigt die flämischen Freiheitskämpfer Jan Breydel und Pieter de Coninck. Genauso schön wie der Marktplatz ist der zweite zentrale Ort in Brügge – die Burg. Von der früheren Festung aus wurde die Stadt verteidigt, heute nehmen die historischen Gebäude die Besucher gefangen. Die Heilige-Blut-Basilika besteht aus der Sankt-Basiliuskapelle und der eigentlichen Heiligen-Blut-Kapelle, in der einige Tropfen des Blutes Jesu verehrt werden. Bauherr Dietrich von Elsass soll die kostbare Reliquie im 12. Jahrhundert von einem Kreuzzug mitgebracht haben. Das Stadthuis von 1376 ist eines der ältesten und schönsten Rathäuser Belgiens. Im Gotischen Saal bestechen die Wandmalereien, die wichtige Stationen der Stadtgeschichte nachzeichnen. Das Amt der Brügger Freien wurde in der Renaissance erbaut und dient heute als Stadtarchiv. Besonderer Blickfang im Schöffensaal ist der mächtige Kamin zu Ehren Kaiser Karls V. Auf der Alten Propstei thront die Figur der Göttin der Gerechtigkeit, denn hier wurde früher das Kirchenrecht ausgeübt. Kurz nach 11 Uhr geht’s per Bus nach Brügge und auch heute haben wir wieder super Wetter im Gepäck. Wir durchqueren die Altstadt mit ihren malerischen Hausfassaden und wunderschön dekorierten Geschäften, probieren typische belgische Waffeln und Pommes. Gegen 16 Uhr sind wir zurück an Bord und schauen noch kurz in der Spray Bar vorbei, bevor wir im East Restaurant zu Abend essen. Im Theatrium wird heute die Beatles Show ‘Come together’ aufgeführt und wir bleiben auch zu ‘Ollis Prime Time’ mit Stargast Antonia aus Tirol. In der Aida Lounge gibt’s noch kühle Getränke und da unsere Kleine wieder aufwacht geht’s direkt in den Beach Club um ein bisschen bei Antonias Musik abzufeiern. Es ist wieder gut voll hier, wir finden aber auf Deck 15 noch eine kleine Couch und auch wenn die Bühne nicht zu sehen ist, macht der Abend Spaß.”

Beach Club innen

6. Tag, Donnerstag 21.09.2017: Rotterdam, Niederlande “Ursprünglich war Rotterdam eine kleine Ortschaft an der Mündung der Rotte in die Neue Maas. Doch noch bevor 1340 die Stadtrechte verliehen wurden, war der namensgebende Fluss mit einem Damm von der Maas abgetrennt worden. Stattdessen erhielt Rotterdam durch den Fluss Schie eine direkte Verbindung mit Delft, der zu dieser Zeit besonders wohlhabenden Stadt. Das brachte Schwung in den Handel, doch bis ins 16. Jahrhundert hinein lebten die Menschen in Rotterdam vor allem vom Fischfang. Das änderte sich allerdings, als im Achtzigjährigen Krieg zwischen 1568 und 1648 Flüchtlinge aus den Spanischen Niederlanden den Tuch- und Teppichhandel in der Stadt etablierten. Überragende Bedeutung erhielt der Hafen im 19. Jahrhundert. Dafür waren zwei Ereignisse entscheidend: 1830 legten sich die Niederländer mit den belgischen Hafenstädten an, indem sie die Schelde sperrten. Und 1872 baggerten sie in der Nieuwen Maas den Nieuwen Waterweg aus – mit einer Fahrrinne, die endlich auch für große Schiffe geeignet war. Für zusätzlichen Schwung in der wirtschaftlichen Entwicklung sorgte der einsetzende und auch heute noch ausgetragene Konkurrenzkampf mit Amsterdam, der größten Stadt des Landes. Als das 20. Jahrhundert anbrach, wohnten bereits 325.000 Menschen in Rotterdam. Trotz wirtschaftlicher Rezession war das Bevölkerungswachstum nicht zu bremsen. Bis 1940 hatte sich die Einwohnerzahl fast verdoppelt. Der Zweite Weltkrieg traf Rotterdam mit schrecklicher Wucht. Am 14. Mai 1940 flogen die Deutschen so massive Luftangriffe auf die größte Industriestadt des Nachbarlandes, dass vom mittelalterlichen Stadtzentrum so gut wie nichts übrig blieb. 800 Menschen verloren dabei ihr Leben, 25.000 Häuser wurden in Schutt und Asche gelegt, das historische Gesicht der Stadt war unwiederbringlich zerstört. Keine 24 Stunden später kapitulierten die Niederlande. Wirtschaftlich ging es mit dem Hafen und der Stadt bald wieder bergauf. 1962 hatte Rotterdam den größten Hafen der Welt. Man erkannte schnell die Bedeutung des zunehmenden Containerhandels und verteidigte die Spitzenposition mehr als 40 Jahre lang, ehe man von Shanghai überholt wurde. In Europa ist der Rotterdamer Hafen aber nach wie vor die Nummer eins. Die Erasmusbrücke über die Nieuwe Maas verbindet auf 808 Metern das Stadtzentrum im Norden mit dem Kop van Zuid, dem städtebaulichen Prestigeobjekt des südlichen Stadtteils. Die Erasmusbrücke ist die längste Schrägseilbrücke der Welt. Der asymmetrische und 132 Meter hohe Stützpfeiler hat ihr den Spitznamen „Der Schwan“ eingebracht. Bei ihrer Fertigstellung 1996 hat sie die ältere, knallrote Willemsbrücke aus dem Jahr 1878 als Brücken-Wahrzeichen der Stadt abgelöst. Zwischen beiden Brücken führt die Boompjeskade am Maas-Ufer entlang.

Rotterdam auf der Erasmus Brücke

Rotterdam beweist Mut zu außergewöhnlichen Gebäuden, die in Höhe und Größe, aber auch in Form und Funktion Akzente setzen. Und manche fallen gar aus dem Rahmen. So die 38 avantgardistischen Kubushäuser des Architekten Piet Bloom – erst 1984 am alten Hafen errichtet, und doch schon ein Klassiker. Die außergewöhnlichen Wohnwürfel stehen nicht wie normale Häuser auf einer ebenen Grundfläche, sondern nach vorn gekippt auf einer Spitze. Eines der ineinander verschachtelten, farbenfrohen Gebäude kann besichtigt werden. Der absolute Höhepunkt der Stadt ist aber der 185 Meter hohe Aussichtsturm Euromast. Mit 165 Metern ist der Maastoren am südlichen Ende der Erasmusbrücke seit 2009 die Nummer eins der Hochhaus-Hitliste in „Maashattan“. Das 45 Stockwerke zählende Bürogebäude, dessen Naturfassade nach oben hin immer heller wird, übertrifft den Delftse Poort um 14 Meter. Ebenfalls auf dem Kop van Zuid: das Luxor-Theater, ein High-Tech-Theater aus dem Jahr 2001. Das Maritime Museum lässt sich die Geschichte der Seefahrt seit dem 17. Jahrhundert erleben – vor allem an Bord der historischen Schiffe, die noch im Museums-Hafen in Betrieb sind. Aufällig im Hafengebiet Wijnhaven ist auch der markante Red-Apple-Wolkenkratzer. Ein besonderer Fall ist der Stadtteil Delfshaven. Ursprünglich gehörte er zur Nachbarstadt Delft, war eine Zeit lang selbstständig und wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Rotterdam „geschluckt“. Der malerische Stadtteil hat den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden. Sehenswert ist die alte Schiffswerft im Schiewehaven mit dem Nachbau des niederländischen Kriegsschiffes „De Delft“ aus dem 18. Jahrhundert. In der alten Pilgerkirche beteten 1620 die aus England geflohenen Pilgerväter, bevor sie ihre legendäre Reise antraten. Rotterdams bekannteste Museen sind im Museumspark versammelt. Die Kunsthal ist ein Werk des berühmtesten Architekten der Niederlande, Rem Koolhaas. Sie hat 3.300 Quadratmeter Ausstellungsfläche und gilt als das experimentellste Museum der Stadt. Zum Museumspark gehören auch das Naturhistorische Museum mit sehenswerten Skeletten und Fossilien sowie das Chabot-Museum. Die Werke des niederländischen Expressionisten Henk Chabot sind in einer bemerkenswerten weißen Villa untergebracht. Die Gemäldegalerie des Museums Boijmans Van Beuningen genießt absoluten Weltruf. Zu sehen sind unter anderem Werke von Hieronymus Bosch, Rembrandt, Rubens, Monet, Matisse oder van Gogh. Insgesamt besteht die Kollektion des Museums aus 140.000 Kunstwerken, die eine Zeitspanne vom Mittelalter bis in die Gegenwart umfassen. Wer lieber shoppen möchte, findet in Rotterdam mit der Lijnbaan die älteste Fußgängerzone Europas. Eine andere bekannte Straße ist die Coolsingel mit dem Städtischen Rathaus im Stile der niederländischen Renaissance. Es wurde 1920 erbaut und hat die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg überstanden. Ältestes Gebäude Rotterdams ist die gotische Laurenskerk aus dem 15. Jahrhundert, die auch Grote Kerk genannt wird. Sie wurde von 1952 bis 1968 in alter Schönheit wieder aufgebaut. Rotterdams Stadtpark heißt schlicht Het Park und lädt zu einem Spaziergang ein. Es gibt zudem einen beliebten Zoo, den Diergaarde Blijdorp, mit einem faszinierenden Ozeanium und mit dem Arboretum Trompenburg einen sehenswerten Botanischen Garten.

Gegen 11 Uhr fahren wir mit dem kostenfreien Shuttle Bus direkt zur Markthalle. Heute ist es nicht so voll wie beim letzten Mal und wir können entspannt von Stand zu Stand wandern und die leckeren Produkte der Marktleute verkosten. Natürlich gibt’s wieder frische Kokosnuss, bunte Donuts, Käse und mehrfarbigen Tee. Bei herrlichem Sonnenschein spazieren wir über das Gelände vom Maritimen Museum zurück über die Erasmus-Brücke zum Schiff. In der Aida Lounge gibt’s kühle Drinks und kleine Snacks. Der tägliche Verbrauch von Rosé Champagner liegt zwischen 30 und 40 Flaschen, dies nur mal so am Rande… Während unsere Kleine ihre Mittagsruhe im Buggy verbringt, drehen wir einige Werbespots für unseren Kreuzfahrtclub und düsen dann weiter zum Torten-Buffet in die Spray Bar – definitiv einer unserer Lieblingsort auf dieser Reise…

Leckere Donuts aus der Markthalle

Danach geht’s wieder an Land, zu Fuß spazieren wir nochmal über die Erasmus Brücke um ein bisschen frische Luft zu schnuppern und etwas Frühabendstimmung zu erleben. Nach dem Abendessen im Brauhaus geht’s zur ‘Silent Night’ in den Beach Club. Ein krasser Gegensatz zu den vergangenen Abenden, denn Musik gibt’s heute hier nur über Kopfhörer. Angeblich hatten sich die Anwohner aus den umliegenden Hochhäusern über den Lärm vom Schiff beschwert, denn AIDA prima liegt ja über Nacht am Cruiseterminal Rotterdam. Wir schauen gegen 22 Uhr auf ein kühles Bier in der Tapas Bar vobei und beenden dann den Abend. An dieser Stelle ein Tipp für Kids: auf dem iPad gibt’s Kultserien wie Peppa Wutz u.ä. für zwischendurch, so dass abends auch mal etwas länger wach geblieben werden kann.”

Rotterdam, Beach Club von AIDA prima

7. Tag, Freitag 22.09.2017: Rotterdam, Niederlande und Zweiter Seetag auf dem Weg zurück nach Hamburg “Ausschlafen. Nee, doch nicht, denn ich will das Auslaufen miterleben und deshalb geht’s schon kurz nach 8 Uhr an Deck.

Auslaufen Rotterdam

Gefrühstückt wird dann wieder im French Kiss, entspannter gehts nicht. Gegen 10:30 Uhr wird ein Passagier, dem es nicht gut geht, ausgeschifft bzw. einem Boot übergeben. Gut zu wissen, dass wenn mal etwas Unerwartetes passiert, funktioniert alles reibungslos. Wir trotzen dem einsetzenden Regenschauer im Pavillon neben der Poolbar und nach dem Mittagessen im Bella Donna Restaurant macht unsere Kleine ihre Mittagsruhe in der Spray Bar. Heute beteiligen wir uns am Verbrauch des leckeren Rosè Champagner und entspannen hier bis zur Kaffeezeit. Dann werden die kleinen und großen Wasserrutschen auf Deck 14-18 getestet und einige Abfahrten mit dem Racer gefilmt, bemerkenswert schnell heute… liegt wahrscheinlich am Champagner… Alle haben ihren Spaß und pünktlich zur Nautischen Fragestunde sind wir geduscht und geföhnt im Theatrium am Start. Unsere acht Rubbellose aus dem Casino bescheren uns einen Gewinn von immerhin 10€, wer hätte das gedacht… Danach ist es wieder Zeit fürs Abendessen, dass wir heute im Markt Restaurant geplant haben. An dieser Stelle mal eine kleine Kritik: der Weißwein der mittags und abends gereicht wird geht auf dieser Reise überhaupt nicht, noch nicht mal als Schorle ist er zu genießen. Um 19:30 Uhr gibt’s im Theatrium die Show ‘Addictet to love’ die extrem viel Spaß macht, heute sitzen wir mal in der ersten Reihe. Der Abend wird nach dem Kofferpacken und einem letzten Besuch im Fuego Restaurant beendet.”

Die obligatorische Abschiedstorte

8. Tag, Samstag 23.09.2017: Abreise Hamburg, Deutschland “Unser Fazit: gerade für Familien mit kleinen Kindern bietet die AIDA prima ideale Möglichkeiten eine Menge Spaß an Bord zu haben. Es gibt spürbar ausreichend Platz, auch wenn wir außerhalb der Ferienzeit an Bord waren. Für individuelle Landgänge ohne geführte Ausflüge ist die Route natürlich auch zu empfehlen, es gibt immer etwas zu entdecken. Wir sind mega zufrieden mit dieser Kreuzfahrt und können das Schiff, die Crew und die Destinationen nur empfehlen! ”

AIDA prima

Delicious Digg Facebook Technorati Twitter Yahoo

Über special reisen

"Meine Heimat ist das Meer, meine Sehnsucht sind die Sterne..." Seit 2008 zieht es mich hinaus auf hohe See und mit mehr als 40 Kreuzfahrten bin ich noch immer dabei, die Welt zu entdecken. Früher als Restaurantsteward auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff und heute als Passagier mit der Familie im Gepäck - es gibt für mich nichts Schöneres als das Leben an Bord eines Kreuzfahrtschiffes zu genießen! Einige meiner Touren und die Erlebnisse an Bord und an Land sind in diesem Blog nachzulesen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und freue mich über ein Feedback! AHOI

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

*