Nov 2015
25

Kreuzfahrt 28 „Baby Premiere“ Kanaren Tour 2015

Kreuzfahrt 28 “Baby-Premierentour” auf AIDA sol – Kanaren & Madeira im November 2015

Schiff: AIDA sol mit Kapitän Sven Gärtner, Genaral Manager Christopher B. Leikauf und Entertainment Manager Philipp Guggenmoos – Teilnehmer: 4+2 – Kabine: 7159

1. Tag, Sonntag 15.11.2015: Anreise Las Palmas, Gran Canaria “Hurra! Unsere Mina hat ihre ersten sechs Monate erfolgreich überstanden und darf endlich mit an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Wir haben uns natürlich bei dieser Premiere für AIDA entschieden und eine entspannte 7-Tage-Kanaren-Tour gebucht. Mit Freunden haben wir bereits am Samstag den Vorabend-Checkin genutzt und das umfangreiche Gepäck aufgegeben und sogar noch in Reihe 1 Plätze ergattert. Um 04:00 Uhr geht’s mit dem Taxi dann los zum Flughafen Tegel direkt in die bereits gut gefüllte Warteschlange zur Personenkontrolle. Trotz diverser Flüssigkeiten für unser Baby gibt’s keine Beanstandungen und wir sind pünktlich am Gate wo unsere Machine nach Las Palmas wartet. Pünktlich startet der Flieger und ohne Komplikationen während des knapp fünfstündigen Fluges landen wir bereits nach neuer Zeit kurz vor 11:00 Uhr auf Gran Canaria! Nach der 20-minütigen Fahrt vom Flughafen zum Schiff gibt’s einen mega-schnellen Checkin mit Baby direkt an einem freien Checkin-Schalter. Da unsere Kabine auch schon freigegeben ist, können wir entspannt nach einer ausgiebigen Erfrischung mit unseren Mitreisenden pünktlich um 12:30 Uhr ein erstes Mittagessen im Markt-Restaurant genießen. Auf den Kabinen stehen automatisch zusätzliche Utensilen für den Aufenthalt mit Baby bereit: ein Reisebett, Windeleimer, Breikostwärmer, Bayphone und Minirettungsweste. Da auch unsere Koffer bereits angeliefert wurden und alles verstaut ist, machen wir uns bei sonnigen 30 Grad auf den Weg durch die Altstadt von Las Palmas zur Strandpromenade. Ein ausgedehnter Spaziergang entlang der unterschiedlichen Hotels und Cafés führt uns auch zu einem Kinderspielplatz wo wir einheimisches Bier und Kaffee verkosten und uns dann auf den Rückweg zum Schiff machen. An dieser Stelle mal ein paar geschichtliche Facts zu den Kanarischen Inseln: der Legende zufolge sind die Inseln die letzten Überbleibsel von Atlantis, einem Kontinent, der vor langer Zeit im Meer versunken ist. Jüngere Entdeckungen deuten darauf hin, dass die Inseln bereits zur Bronzezeit besiedelt waren. Die Kanaren wurden abwechselnd von den Phöniziern und Römern besucht, letztere nannten sie die „Glücklichen Inseln“. Die Ureinwohner waren die Guanchen, die sich den spanischen Eroberungsversuchen für viele Jahre widersetzten. Im Jahre 1402 segelte eine französische Expedition unter Gadifer de la Salle und Jean de Béthencourt von La Rochelle aus zu den Kanaren und nahm einige der Inseln außer Gran Canaria, Teneriffa und La Palma in ihren Besitz. Béthencourt kehrte 1418 nach Europa zurück und seine Nachkommen verkauften die Rechte an den Inseln an die Spanier, deren Truppen die Guanchen ohne Erfolg zu unterwerfen versuchten. Eine von den katholischen Königen organisierte Expedition unter dem Befehl von General Juan Rejón landete am 24. Juni 1478 mit einer 600 Mann starken Truppe im heutigen Puerto de la Luz. Zu Ehren von Santa Maria de Guia ließ er hier zunächst eine Abtei errichten. Später zog Rejón ins nahe Tal und gründete eine erste Ansiedlung in der Schlucht Barranco de Guiniguada. Hier ließ er die Kirche Santa Ana errichten, in der Kolumbus und seine Mannen an der letzten heiligen Messe teilnahmen, bevor sie 1492 auszogen, Amerika zu entdecken. Die Insel diente in der Folge als Basis, um die Guanchen auf Teneriffa und La Palma – die einzigen Inseln dieser Zeit, die sich noch widersetzten – zu unterwerfen. Las Palmas wurde später als Außen- und Versorgungsposten für spanische Expeditionen auf dem Weg nach Amerika genutzt. Gegen Ende des 16. Jahrhundert verteidigte sich die Stadt gegen die Angriffe von Sir Francis Drake und später auch der holländischen Flotte unter Van der Doez, der im Jahre 1599 die Stadt plünderte und anzündete. Bereits 1854 wurde Las Palmas zusammen mit Santa Cruz auf Teneriffa zur freien Handelszone erklärt, was der Expansion dieser Häfen extrem förderlich war. Interessant, oder? So richtig Zeit um zu Relaxen bleibt aber irgendwie nicht. Wir besuchen deshalb zur Abwechslung den California Grill um unserer Mina ein Gläschen Brei aufzuwärmen, was in jedem Restaurant und an jeder Bar möglich ist. Der Brei schmeckt und wir testen einen frischen Burger vom Grill und weiter geht’s zum Abendessen mit unseren Freunden ins Brauhaus. Noch ein bisschen übers Schiff spaziert und dann zurück zur Kabine und die Rettungswesten anlegen. Mit ihren 6 Monaten sieht unsere Tochter schon sehr stattlich aus, allerdings ist es fast unmöglich, selbst mit einer Rettungsweste bekleidet, eine für alle Beteiligten bequeme Situation zu schaffen. Zwei Decks tiefer begutachtet ein Crewmitglied auf der Rettungsstation unser Engagement und meine Frau darf sich und unser Baby aus dem unangenehmen Zustand befreien und an der Reeling Platz nehmen. Nun startet um 21:15 Uhr die Seenotrettungsübung mit den üblichen sechs kurzen und einem langen Ton. Zum Teil schlafen einige Kids schon oder hängen an ihren Eltern, es war ja ein langer Tag, aber dieses Procedere ist wichtig und muss sein. Nach einer knappen halben Stunde ist das Manöver beendet und die lästigen aber wichtigen Westen werden auf Kabine verstaut, wie immer werden wir sie hoffentlich auch auf dieser Reise nicht benötigen! Müde aber motiviert geht’s ohne Buggy mit Baby im Tragegurt aufs Pooldeck um das Auslaufmanöver bei angenehm warmer Nachtluft zu erleben. Neben uns liegt ‘Mein Schiff4′ der TUI Gruppe und dazu die Kulisse des beleuchteten Hafens, sowie die gewohnte Auslaufmusik ergeben eine stimmungsvolle Ausfahrt. Trotz nun einsetzender Lasershow schläft unsere Mina bereits und auch wir finden nach einem kurzen Rundgang auf Deck 12 (die Passage eines AIDA Schwesterschiffs wurde fast verpasst, wir sahen sie nur “vorbeiflitzen” in Richtung Las Palmas) den Weg in unsere wohlverdiente Koje. Gute Nacht!”

2. Tag, Montag 16.11.2015: Erster Seetag auf dem Weg nach Funchal, Madeira “Die Nacht war ruhig, Mina hat in ihrem Bettchen auch durchgeschlafen, bei geöffneter Balkontür war es mit dem leichten Meeresrauschen entspannt ruhig und wir starten gegen 08:00 Uhr in einen hoffentlich erholsamen Seetag. Nach einem leckeren Frühstück im Buffalo Steak House geht’s zum “Krabbeltreff” der unter Dreijährigen in den Kids Club. Nach einer kurzen Einweisung und Fragerunde mit knapp 20 “Teilnehmern” samt Elternteile, wird der Pool belagert und erste Planscherlebnisse gemacht. Auch Schwimmwindeln sind hier, sowie in allen anderen Pools untersagt, aber die bereitgestellten Badewannen lassen ein gewisses Badevergnügen bei den Kleinen aufkommen. Auch unsere mitreisenden Freunde mit ihrer Tochter sind zufrieden und gemeinsam finden wir uns dann zum Mittagessen auf dem Außendeck des Bella Donna Restaurant zusammen und genießen das herrliche Wetter. Im Buggy ist es schön schattig und Mina schläft zufrieden, auch auf Kabine in der Hängematte wird dann weiter relaxed. Am Abend erwartet uns beim Clubtreffen eine kleine Überraschung, denn Club Direktorin Anja W., die uns schon auf unserer Hochzeitsreise begleitet hat, ist mit an Bord und es gibt natürlich viele Neuigkeiten auszutauschen. Danach treffen wir uns zum Abendessen im Markt Restaurant und es folgt eine kleine Runde übers Schiff mit Stopps an der Beach, Anytime und Sol Bar. Für uns eine neue Entertainment-Erfahrung: Phillips Prime Time immer um 20 Uhr im Theatrium mit lustigen Themen und wechselnden Gästen, sehr informativ und witzig moderiert und am Folgetag im TV als Wiederholung zu verfolgen, sollte man nicht live dabei gewesen sein. Zu entspannten Klängen vom Duo ‘Manivi’ beenden wir den ersten Seetag und freuen uns auf einen frühen Start morgen beim Einlaufen im Hafen von Funchal/Madeira.”

Unsere Mädels vorm Kids Club

3. Tag, Dienstag 17.11.2015: Funchal, Madeira: “Ein ganz früher Morgen startet heute bereits um 06:30 Uhr um das Einlaufmanöver zu beobachten. Es ist noch richtig dunkel und kalt als wir, wie so viele andere Gäste auch, einen guten Aussichtsplatz am Bug auf Deck 15 ergattern wollen. Fünf Decks tiefer in der Aida-Lounge dagegen ist es schön warm, leer und gemütlich und wir verfolgen die Anfahrt zur Insel Madeira bis das Schiff beidreht um über Achtern den Liegeplatz hinter der ‘Mein Schiff 4′ im Hafen von Funchal anzusteuern. Nun geht’s wieder nach draußen auf Deck 12 wo uns lautstark ein örtlicher Aida Fan namens Inacio willkommen heißt (er begrüßt wirklich jedes AIDA Schiff von der Hafenmole aus!) und es auch durch die aufgehende Sonne heller wird. Es hat sich wirklich gelohnt so früh aufzustehen, denn die tolle Kulisse der erwachenden Insel ist schon beeindruckend. Nach einem entspannten Frühstück im Buffalo Steak House (Mina hat nämlich schon auf unserer Kabine ein Fläschchen gefrühstückt und beobachtet uns vom Buggy aus) geht’s von Bord. An Land warten vor den Schiffen schon Taxis und wir entscheiden uns für eine Tour über die Insel. Vier Erwachsene plus zwei Babys mit Buggy & Co. haben genug Platz im gemütlichen Kleinbus und schon geht’s los durch die Altstadtgassen von Funchal mit den vielen selbstbemalten Holztüren zum ersten Aussichtspunkt nach São Gonçalo. Unser Fahrer erklärt nebenbei Wissenswertes rund um Madeira, die Sonne scheint und der Atlantik begeistert uns mit seiner spiegelglatten tiefblauen Farbe. Wir haben gute Sicht auf unseren Liegeplatz und die Stadt Funchal. Eine Seilbahn bringt uns ca. 300 Meter hinunter an den Strand einer malerischen Bucht wo wir uns in einem Café erfrischen und das herrliche Wetter genießen können. Per Gondel geht’s dann wieder hinauf und wir fahren weiter zum nächsten Stop bei der Jesus Statue von Santa Cruz Caniço. Auch hier gibt’s eine grandiose Aussicht auf den Atlantik und die Steilküste Madeiras. Wir haben ausreichend Zeit und können alles in Ruhe genießen. Weiter geht’s dann zum Botanischen Garten, den wir inklusive des Vogelparks durchwandern. Der nächste Haltepunkt ist dann Monte, wo wir die berühmte Kapelle besichtigen und den Korbschlitten beim Start ihrer Abfahrt beobachten. Monte ist ein Vorort Funchals. Abgesehen von der Wallfahrtskirche „Nossa Senohra do Monte” aus dem 18. Jahrhundert mit dem Grabmal des letzten österreichisch-ungarischen Kaisers Karl von Habsburg und dem tropischen Garten des Monte-Palastes (Jardim do Monte Palace) hat dieses Dorf eine weitere Besonderheit zu bieten: hier beginnt die berühmte Schlittenfahrt mit dem Carro, einem Korbschlitten, der lange Zeit das wichtigste Verkehrsmittel auf der Insel war. Das Gefährt wird von zwei „Carreiros“ manövriert und im Kleinbus folgen wir dann sogar den Schlitten bis zum Endpunkt ihrer Abfahrt, ein spannendes und einmaliges Erlebnis, das es seit mehr als hundert Jahren und in dieser Form nur auf Madeira gibt. Vorbei an Bananenplantagen geht’s über die Insel weiter zum kleinen Fischerdorf Câmara de Lobos. Von hier aus gehen die Fischer der Insel täglich auf Tour. Die kleinen Bars bieten den legendären Poncha feil, den wir heute aus Rücksicht auf unsere Kids und den gefühlten Temperaturen nicht probieren. Nach fünf Stunden Rundtour geht’s entlang der Sterne-Hotels zurück zum Schiff und wir sind mega zufrieden, diese Tour für insgesamt 180€ gemacht zu haben. Nach einer Stärkung im California Grill wandern wir nochmal gemeinsam zu Fuß ins Stadtzentrum von Funchal um zu Whatsappen, Nachrichten zu versenden, Emails zu checken und ein bisschen zu shoppen. Entgegen unserer letzten Besuche der Insel gibt’s heute noch keine Weihnachtsdekoration zu bestaunen und die zahlreichen Baustellen im Hafenbereich lassen auf weiteres zukünftiges Wachstum schließen. Gegen 20 Uhr sind wir wieder an Bord zurück und lassen den Abend in der Aida Bar beim Musiktitel-Bingo mit der Band ‘Guys and Rosies’ ausklingen.”

4. Tag, Mittwoch 18.11.2015: Funchal, Madeira: “Auf Wiedersehen! Gegen 05:30 Uhr verlassen wir still und leise den Hafen von Funchal und auch heute früh ist Inacio, der größte Aida Fan der Insel, am Start und schwenkt seine Fahne zum Abschied. Wir verschlafen diese Ausfahrt und starten erst gegen 09:00 Uhr mit einem entspannten Frühstück in den zweiten  Seetag. Deshalb kurz ein wenig Geschichtliches zur Insel: die beiden jungen Schiffskapitäne, João Gonçalves Zarco und Tristão Vaz Teixeira, waren im Auftrag von Heinrich dem Seefahrer unterwegs, um die Westküste Afrikas zu erforschen. Im Jahre 1418 wurden sie vom Wind stark abgetrieben und fanden nach mehreren Tagen auf See eine kleine Insel, die sie Porto Santo (Heiliger Hafen) nannten. Als die beiden Seeleute Prinz Heinrich von dieser Entdeckung berichteten, wurden sie prompt wieder zurückgeschickt, um Porto Santo in portugiesischen Besitz zu nehmen und mit der Besiedlung des unbewohnten Eilandes zu beginnen. Nach einer Legende war Zarco gar nicht der erste Mensch, der seinen Fuß auf eine der Inseln des Madeira-Archipels setzte, sondern vielmehr ein Engländer und seine Geliebte, die hier im Jahre 1346 Schiffbruch erlitten. Es dauerte fast ein ganzes Jahr, bis die Seeleute die Insel Madeira von Porto Santo aus entdeckten. Die Kapitäne berichteten von einer dunklen Wolkenmasse am südlichen Horizont. Daraufhin wurden sie ausgesandt, um diese verheißungsvolle Masse zu erkunden. Als sie um die Ostspitze herumkamen, erblickten sie die Bucht von Machico auf einer reich bewaldeten Insel, die sie Madeira (Holz) nannten. Prinz Heinrich befahl die sofortige Besiedlung der Insel. Die ersten Familien kamen vornehmlich aus der Algarve auf dem Festland Portugals. Zarco und Teixeira wurden als Gouverneure von Madeira eingesetzt, Bartolomeu Perestrelo regierte Porto Santo. Um das Land für den Ackerbau nutzbar zu machen, opferten die portugiesischen Siedler viele der Wälder. In den Zuckerplantagen wurden Sklaven eingesetzt, der Weinanbau und die Weinproduktion entwickelten sich zu einem florierenden Geschäft. Bevor Christoph Kolumbus durch die Entdeckung Amerikas berühmt wurde, gehörte er zu den regelmäßigen Besuchern von Porto Santo. Er heiratete Dona Filipa Moniz, die Tochter des damaligen Insel-Gouverneurs. Es mag sogar sein, dass das Paar einige Zeit auf Porto Santo lebte. Seit der Heirat von Charles II. 1662 mit Katharina von Braganca bestanden enge Beziehungen zwischen Madeira und dem Vereinigten Königreich. Britische Siedler ließen sich auf Madeira nieder und beherrschten den Weinhandel. Im Jahre 1704 erhielten sie sogar das Handelsmonopol auf den Weinhandel. Während des Krieges im frühen 19. Jahrhundert, in dessen Verlauf Wellington die Franzosen von der iberischen Halbinsel vertrieb, waren Britische Truppen auch auf Madeira stationiert. Vielen Soldaten gefiel es hier so gut, dass sie blieben, wobei einerseits die Landschaft und das Wetter, andererseits auch die Frauen der Insel eine Ausschlag gebende Rolle spielten. Zu den schlimmsten Desastern gehörten die Zerstörung von 90 Prozent des Weinbestands durch Mehltau im Jahre 1852 und eine Cholera-Epidemie 1856, der 7000 Menschen zum Opfer fielen. Seit 1976 ist Madeira autonom, aber nicht unabhängig von Portugal. Heute gehört die Insel natürlich zur EU. Wir starten den Tag gleich mal mit einem Gläschen Sekt, denn meine Frau feiert heute einen runden Geburtstag. Zur Feier des Tages findet um 11:30 Uhr eine Sternstunde mit General Manager (früher hieß das mal Club Direktor) Christopher B. Leikauf für alle Gäste mit Clubstufe Grün und Gold statt. Wir treffen uns auf ein Glas Sekt vor dem TV Studio und auch hier gibt’s ein kleines Geburtstagsständchen für meine Frau, es hat sich doch irgendwie rumgesprochen… Nach ein wenig Small Talk gehen wir in zwei Gruppen aufgeteilt von dort aus auf Entdeckungstour hinter die Kulissen des Theaters in den Crew Bereich. Natürlich ist Mina mit im Buggy dabei, hilfreich unterstützt durch Anja W. die uns begleitet. Wir dürfen unter die bewegliche Hauptbühne, von wo aus die Künstler herauf- oder herabgelassen werden können. Dann werden in der Maske die Sitzplätze zum Schminken und Umstylen der Künstler begutachtet – ganz schön eng alles. Spannend auch der Fahrstuhl für die Kostüme und Outfits die in unmittelbarer Nähe gelagert werden. Wieder vor dem TV Studio angelangt, warten drei der Künstler zur Frage/Antwort Runde mit uns und zeitgleich probt der Rest des Ensembles die Beatles Show ‘Come Together’ die heute am Abend (es gibt jetzt immer zwei Shows zeitversetzt, damit die Gäste ihren Abend individuell gestalten können, ohne etwas zu verpassen) aufgeführt wird. Als Highlight der Sternstunde geht’s zum 3-Gänge-Lunch-Menü ins Rossini, was dieses besondere Event zu einem gelungenen Erlebnis macht! Wir haben einen schönen Tisch zu Dritt und beschäftigen Mina mit einem der leckeren Mini Brötchen und können ganz entspannt die köstlichen Kreationen aus der Küche genießen, zur Feier des Tages passend mit Weinbegleitung. Am Nachmittag wird gechillt und nach dem Kaffee im Kidsclub herumgekrabbelt, zur Primetime geht’s ins Theatrium und nach dem Abendessen (heute Thema USA) finden wir ein ruhiges Plätzchen in der Aida Bar um ein paar Geburtstagscocktails mit unseren Freunden zu genießen und auch noch einen kurzen Zwischenstopp im Casino beim Roulette einzulegen. Natürlich ist der Einsatz schnell verspielt und wir schauen zum Abschluss des Seetages noch kurz in der Sol Bar vorbei um den Tag perfekt ausklingen zu lassen. Für den Buggy mit unserer schlafenden Mina ist auch hier ein ruhiges Plätzchen, so dass sie immer in unserer Nähe sein kann.”

5. Tag, Donnerstag 19.11.2015: Arrecife, Lanzarote “Auch heute soll uns ein sonnenreicher Tag erwarten und wir starten kurz nach 07:00 Uhr mit dem Beobachten des Anlegen im Hafen von Arrecife unseren Tag. Gegen 10:00 Uhr verlassen wir die Gangway über Deck 5 (mit Baby im Buggy auch keine große Herausforderung, wie eigentlich überall an Bord alles überhaupt kein Problem!) und fahren mit dem Shuttlebus (pro Person ab 12 Jahre und für mehrmalige Transfers gültig) ins Centrum von Arrecife. Entlang der Promenade schlendern wir bis zum Grand Hotel, machen vorher noch einen kurzen Abstecher zum alten Fort mit seinen Kanonen und spazieren danach die Haupteinkaufsmeile auf und ab. Natürlich wird die spanische Schokolade mit dem herzhaften Fettgebäck probiert und an der kleinen Marina mit den vielen kleinen Booten finden wir ein Café mit Free Wifi um ein bisschen Geburtstagsgrüße zu beantworten und allen Daheimgebliebenen ein paar sonnige Fotos zu senden, denn in Deutschland ist es kalt und regnerisch. Ein paar Facts zu Lanzarote an dieser Stelle: die Kanarischen Inseln gehören seit Jahrhunderten zu Europa, aber sie befanden sich nicht immer unter der gleichen Herrschaft. Obwohl heute zu Spanien gehörend, findet der Besucher hier wenig, was ihn an das spanische Festland erinnern könnte. Die Legende von Atlantis, der Insel, die im Meer verschwunden ist, wurde oft mit dieser Gegend in Verbindung gebracht. Nach den alten Griechen ist die Insel am Rande der Welt über Nacht in einem Sturm oder Erdbeben untergegangen, lediglich sieben Gipfel schauten danach noch aus dem Wasser heraus. Möglich also die Theorie, dass dies die sieben Gipfel der Kanarischen Inseln sind. Um den Namen der Insel spinnen sich weitere Legenden. Einige glauben, Lanzarote wurde nach Lancelotto Maricello, dem Seemann aus Genua, benannt, der die Insel 1312 entdeckt hatte. Die letzte Erklärung ist, dass im Jahre 1402 Jean de Béthencourt, ein normannischer Ritter, nach der Unterwerfung der eingeborenen Ureinwohner der Insel seine zerbrochene Lanze in die Luft geworfen und „Lanza rota“ ausgerufen haben soll – was soviel wie zerbrochener Speer oder: „Der Kampf ist beendet…“ bedeutet. Wie dem auch sei, die Besonderheit der Insel veranlasste die UNESCO 1993 Lanzarote zum Biosphärenreservat zu erklären. Bei der wirtschaftlichen Entwicklung soll die Umweltproblematik vorrangig berücksichtigt werden. Am bekanntesten auf Lanzarote sind die Montañas del Fuego, die Feuerberge, im faszinierenden Timanfaya-Nationalpark. Die dramatische, öde Landschaft ist durch vulkanische Eruptionen geformt worden, die 1730 begannen und sechs Jahre andauerten. Die zerstörerischen Ausbrüche bedeckten eine Fläche von 200 km2 vollständig mit Lava. Die fließenden Lavaströme von einst haben heute verblüffende Ähnlichkeit mit versteinerten Flüssen. Beim Aufstieg auf die Berge genießt man mit zunehmender Höhe den ungewöhnlichen Ausblick auf mehr als 300 Krater. Die Feuerberge selber, Timanfaya und Tinecheide, erreichen mit der Atem beraubenden Islote de Hilario, einem der heißesten Orte der Insel, ihren Höhepunkt. Die Bodentemperaturen liegen hier in 10 Zentimeter Tiefe schon bei 140 °C, in 60 Zentimeter Tiefe sind es dann mehr als 460 °C. Es wird gerne demonstriert, wie in die Erde gegossenes Wasser sofort als Dampfstrahl wieder ausgestoßen wird. Auf eine heiße Stelle platzierte Äste oder Stroh fangen sofort an zu glimmen und gehen in Flammen auf. Eine Kuriosität stellt die grüne Lagune namens El Golfo nahe des Meeres am Fuße eines halbkreisförmigen Kraters dar. Die Wissenschaftler sind bis heute nicht sicher, warum das Wasser der Lagune gelblich-grün gefärbt ist. Einige vermuten Algen als Ursache, andere glauben, das im Überfluss auf der Insel vorhandene Mineral Olivin sei verantwortlich für die Wasserfärbung. Unbestritten ist dafür etwas völlig anderes: Entlang der Bucht des Dorfes El Golfo gibt es einige sehr gute Restaurants. In den Dörfern La Geria, Uga und Yaiza befinden sich einige Gebäude im typischen Baustil Lanzarotes – quadratische Häuser inmitten von Palmenhainen, die eine verblüffende Ähnlichkeit mit maurischen Dörfern in Nordafrika haben. Yaiza wurde schon mehrfach als schönstes Dorf Spaniens prämiert. In Uga befindet sich ein großer Dromedarstall mit rund 200 Tieren. Es ist ein besonderes Erlebnis auf dem Rücken eines Dromedars einen kurzen Ausritt in die Feuerberge zu machen. Da wir mit unseren Kids keine “großen” Abenteuer erleben wollen, reicht uns unser Spaziergang und wir gelangen kurz nach 14 Uhr wieder mit dem Shuttlebus zurück zum Schiff und freuen uns auf einen leckeren Burger, den wir aus Platzgründen, heute vor dem California Grill auf den Bänken an der frischen Luft genießen. Für die Kids gibt’s natürlich ein Fläschchen, immer parat und jederzeit zur Hand, wenn der kleine Hunger kommen sollte. Auf dem Sonnendeck wird das herrliche Wetter genutzt, die Handtücher dafür werden mittlerweile mit je 20€ Kaution unserem Bordkonto belastet. Apropos: auch das Babyphone schlägt mit 65€ Kaution zu Buche, wir haben es nicht genutzt, da Mina immer an unserer Seite ist, bei unseren Freunden funktioniert es allerdings prima. Natürlich wird die Kaution nach Rückgabe wieder zurückerstattet. Nach dem Abendessen und unseren üblichen Rundfahrten durch die Decks wollen wir heute die Schlager Pool Party nicht verpassen und treffen uns, ohne Frauen und Kinder, gegen 21:30 Uhr vor der Pool Deck Bühne. Die Party geht ab, nicht zu letzt durch das gut abgestimmte Miteinander von DJ André und Entertainment Manager Phillip. Das Showensemble liefert eine stimmungsvolle Schlagerparade ab und dann singen alle gemeinsam Helene Fischers ‘Atemlos’ um die Wette zu gewinnen, dass Kapitän Gärtner nochmal das Schiffshorn erklingen lässt, dass er bei der Ausfahrt von Funchal nicht getan hat. Es gibt noch eine Lasershow und weiter geht’s bis in den frühen Morgen – atemlos…”

Arrecife, Lanzarote

6. Tag, Freitag 20.11.2015: Santa Cruz de La Palma, La Palma “Schön ausschlafen heißt die Devise nach der langen Partynacht, denn heute startet unser Landgang auch erst kurz nach 10 Uhr. Aida sol hat auch schon an der East Pier Quai No. 3 von La Palma festgemacht und wir marschieren den kurzen Weg zu Fuß entlang der Blue Line ins Stadtzentrum. Weiter geht’s dann die sehenswerte Calle O’Daly entlang. Für den Verkehr gesperrt ist diese wunderschöne Straße mit ihren Prachtbauten und deren eindrucksvollen Türen, Fenstern und Balkonen ein Genuss für alle Sinne. Unsere Frauen begutachten fast jede Boutique und wir fotografieren fast jedes Haus. Ein Highlight ist die Casa Salazar (Nr. 22), ein repräsentatives Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert mit einem wunderschönen Innenhof. Weiter geht’s bis zum nördlichen Teil der Straße, vorbei an der Klosterkirche Iglesia de San Francisco aus dem 16. Jahrhundert bis zum Nachbau der Santa Maria, das berühmte Schiff des Kolumbus. Auch den kleinen aber steilen Aufstieg zum Castillo de La Virgin meistern wir gemeinsam und werden mit einem herrlichen Ausblick auf den Atlantik und La Palma belohnt. Nicht zu Unrecht wird die Insel auch La Isla La Bonita genannt – wir sind sehr zufrieden mit unserem Ausflug, der inklusive zwei Stopps in gemütlichen Straßencafes bis kurz vor 15 Uhr dauert. An Bord wird dann nach einem verspäteten Mittagessen im East Restaurant in der Hängematte gefaulenzt und an Deck der malerische Ausblick auf die zum Teil wolkenverhangenen Berge der Insel genossen. Zur ersten Vorführung der Aida sol Show ‘Fata Morgana’ um 19 Uhr sind wir im Theatrium auf Deck 9 versammelt, allen gefällt die Show, nur Mina schläft trotz der stimmgewaltigen Darbietung. Zum Themenabend Griechenland sind wir dann noch im Markt Restaurant zu Gast, dass mittlerweile auf die lange Warteschlange verzichtet und schon zehn Minuten früher öffnet. Entspannt lassen wir den Abend in der Sol Bar ausklingen und verfolgen noch die Late Night Auktion der Kunstgalerie. Leider haben sich wieder mal unsere Bordkarten gesperrt, so dass wir nochmal zur Rezeption müssen, um unsere Kabine öffnen zu können. Dies liegt wohl an der Lagerung in Handynähe, dass natürlich immer mit am Start ist. Über das Bordportal hat man schnellen Zugriff zum aktuellen Tagesprogramm und anderen ‘wichtigen’ Details wie Internetzugang und Bordkonto-Übersicht. Es gab auch schon mal Zeiten, da würde das Handy in den Safe verbannt – lang ist es her…”

7. Tag, Samstag 21.11.2015: Santa Cruz de Tenerife, Teneriffa “Willkommen zum letzten Urlaubstag! Und wieder erwartet den ‘frühen Vogel’ eine imposante Einfahrt noch vor Sonnenaufgang in den Hafen von Santa Cruz. Die berühmte Mondlandschaft des Nationalparks Cañadas del Teide und das Anaga-Gebirge im Nordosten der Insel sind einige der Highlights von Teneriffa. Dazu zählt auch der Blick auf den majestätischen Teide, der mit 3.718 Metern der höchste Berg Spaniens ist und dessen schneebedeckter Gipfel die Insel weithin sichtbar überragt. Die Gäste können die traumhaft abwechslungsreiche Insel auf vielerlei Arten entdecken: bei einer Bikingtour entlang der Küste, beim Golfen oder Schnuppertauchen, beim Baden oder Bummeln auf den Ramblas. Teneriffa und seine Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife bieten somit unvergessliche Bilder, auf die wir uns freuen und deshalb gleich kurz nach 10 Uhr von Bord gehen. Wir lassen uns direkt vorm Schiff vom kostenfreien Shuttlebus ins nahegelegene Stadtzentrum fahren. Noch ist es hier sehr leer und wir machen einen ersten Stopp bei McDonalds, um uns online ‘upzudaten’ bevor wir die Hauptstraße bis zum kleinen Park hinaufspazieren. So langsam belebt sich auch die Innenstadt und gerade in den Seitenstraßen entdecken wir liebevoll dekorierte Läden unterschiedlichster Art, sogar die Bäume sind geschmückt, in vielen Fällen mit lustigen bunten Stoffen bestrickt. Da die Sonne herrlich scheint, genießen wir noch ein kühles kleines Bier am Platz vor dem imposanten Denkmal, wo die Kids sogar ein wenig im Wasser planschen können. Zu Fuß geht’s dann zurück zum Schiff, es werden noch viele Fotos geschossen, denn die hohen grün schimmernden Berge gegenüber unserer strahlenden Aida sol geben einen schönen Kontrast. An Bord zurück ist wieder Burger Zeit angesagt, natürlich im California Grill, der gegen 16 Uhr wieder schön voll ist. Vom sonnigen Balkon unserer Kabine können wir das Auslaufen der Wind Surf (ehemals Club Med 3) miterleben, bevor es dann gegen 18 Uhr auch bei uns heißt: Leinen los und volle Fahrt voraus. Wir schauen nochmal im Fotoshop vorbei und holen unsere letzten Hafenfotos, die Fotocrew hat sich immer Mühe gegeben uns ins perfekte Licht zu setzen und wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Im Brauhaus gibt’s dann ein erstes Abendessen und nachdem ein Teil der Koffer gepackt sind, treffen wir uns um 20 Uhr wieder im Markt Restaurant um die Abschiedstorte gemeinsam zu probieren. Auf dem Pooldeck folgt dann gegen 21:30 Uhr die obligatorische Farewell Party, die wir mit Mina im Gepäck in der Anytimebar ausklingen lassen. Ein schöner Abschluss und für uns eine Menge neuer Erfahrungen mit unserem Baby an Bord. Im Endeffekt sind wir mega begeistert, wie problemlos sich alles organisieren ließ, der Erholungsfaktor kam nicht zu kurz und wir hatten auch diesmal das Gefühl, die Crew gibt alles, um die Gäste zufrieden zu stellen, mit viel persönlichem Engagement und Liebe zum Detail. Unsere Freunde, die zum ersten Mal mit Aida unterwegs waren, sind auch begeistert, was uns natürlich freut. Wir sagen Dankeschön und aufAIDAsehen – hoffentlich bald!”

Aida sol im Hafen von Santa Cruz de Tenerife

Delicious Digg Facebook Technorati Twitter Yahoo

Über special reisen

"Meine Heimat ist das Meer, meine Sehnsucht sind die Sterne..." Seit 2008 zieht es mich hinaus auf hohe See und mit mehr als 40 Kreuzfahrten bin ich noch immer dabei, die Welt zu entdecken. Früher als Restaurantsteward auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff und heute als Passagier mit der Familie im Gepäck - es gibt für mich nichts Schöneres als das Leben an Bord eines Kreuzfahrtschiffes zu genießen! Einige meiner Touren und die Erlebnisse an Bord und an Land sind in diesem Blog nachzulesen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und freue mich über ein Feedback! AHOI

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

*